
Auch im Hammertal verteilte die SPD - hier vom Ortsverein Buchholz-Kämpen durch Sabine Marunga, Peter Niemann, Thomas Kampmann und Martin Kuhn, Nelken zum Muttertag.
SPD Buchholz-Kämpen
Ortsverein

Auch im Hammertal verteilte die SPD - hier vom Ortsverein Buchholz-Kämpen durch Sabine Marunga, Peter Niemann, Thomas Kampmann und Martin Kuhn, Nelken zum Muttertag.
Die rote Nelke wurde 1889 zur Arbeiterblume. Der Internationale Sozialistenkongress in Paris forderte damals die Arbeiter aller Länder auf, am 1. Mai 1890 für ihre Rechte, vor allem für den Achtstundentag einzutreten. Gegen den Widerstand der Obrigkeiten wurde der 1. Mai zu einem Kampftag zur Mobilisierung und Solidarisierung der Arbeiter in der ganzen Welt.
Obwohl am 1. Mai 1890 in Deutschland noch das "Sozialistengesetz" in Kraft war, wurde auch hier dieser Tag für viele zu einem einprägsamen Ereignis. Der spätere Reichstagspräsident Paul Löbe, der als 15-jähriger Lehrling den ersten 1. Mai 1890 in Liegnitz erlebte, berichtet darüber: "Da Versammlungen verboten waren, blieb nur der gemeinsame Ausflug in benachbarte Gartenlokale übrig. Das Mitführen von Fahnen war selbstverständlich auch nicht gestattet, darum wählte man die rote Nelke im Knopfloch als Abzeichen der Gleichgesinnten".
Bergleute der Zeche Blankenburg im Hammertal trafen sich regelmäßig in der Gaststätte Schwager in Blankenstein. Auch sie „tarnten“ sich als Gesangverein um sich über sozialdemokratische Politik auszutauschen. Ein Spitzel verriet sie damals, nicht allen gelang die Flucht und so musste ein Berginvalide namens Ehberg für ein Jahr ins Zuchthaus.
Die Nelke hat ursprünglich eine ganz andere politische Geschichte. Als Zeichen ihrer Unerschrockenheit trugen während der französischen Revolution verurteilte Aristokraten Nelken auf dem Weg zur Guillotine. Trotzdem - oder vielleicht auch gerade deshalb - blieb die rote Nelke das Symbol der Arbeiterklasse. Die portugiesische Nelkenrevolution vom 25. April 1974 hat ihren Namen von den Blumen, die die revolutionären demokratietreuen Truppen bei sich trugen.
Dr. Bora Özkan
Dr. Nadja Büteführ Ϯ
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