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Kämpen

Ob die Bezeichnung Kämpen von dem wohl ältesten Siedler in diesem Gebiet (Dietrich Kämpen) oder von der mundartlichen Bezeichnung „droben am Kampe" stammt, ist nicht feststellbar. Das Urkataster von 1823 zeigt für dieses Gebiet in Westherbede die Bezeichnung „Menschenbruch, Flaßkuhl, Auf dem Baure" und weitere Bezeichnungen für kleinere Ländereien/Waldungen an. Wegen der nahen Zechen Cleverbank (ca. 1800 – 1846) und 1907 – 1954) und Blankenburg (1754 – 1925) sowie der Schürfstellen Abel und Renate entstand hier eine rege Siedlertätigkeit, die sich nach 1950 wegen der ruhigen Wohnlage verstärkt fortsetzte.

Wie im Protokollbuch der Gemeinde Westherbede nachzulesen, wurde am 06.02.1989 der „Ausbau Weg Große Weste nach Kämpen" beschlossen. Da ab 01.04.1926 die Gemeinden Durchholz, Ostherbede, Vormholz und Westherbede sich zusammenschlossen zur Gemeinde Herbede, erscheint im Protokollbuch am 08.07.1926 erstmals die Bezeichnung „Ortsteil Kämpen".

Die ersten Straßenbezeichnungen für diesen neuen Ortsteil führte die Gemeinde Herbede im Jahre 1937 ein, nachdem bis zu diesem Zeitpunkt die Einteilung der Bezirke I – V der Gemeinde Westherbede (von 1903) galt.

Blankenburger Weg
Zwischen Markenstraße und Rehnocken. Länge 543,40 m. Benannt am 10.10.1937. Name nach der Zeche Blankenburg im Hammertal (Buchholz). Die Zeche Blankenburg befand sich an der nordöst-lichen Seite der Straße Im Hammertal, etwa gegenüber der Straße Rauhe Egge, und förderte Kohle bis 1925.

Bruchstraße
Zwischen Im Hammertal (Buchholz) und Brandholzweg, im Ortsteil Kämpen gelegen. Länge 1488,30 m. Benannt am 10.10.1937. Name nach dem Bruch, einem mit Bäumen oder Gesträuch bestandenes Feuchtgelände. Die Straße führt über ein ehem. Feuchtgelände.

Friedrich-Hebbel-Straße
Seitenstraße der Heinrich-Heine-Straße. Länge 129,10 m. Benannt am 28. 10. 1975. Name nach dem deutschen Dichter Friedrich Hebbel, *18.3.1813 in Wesselburen bei Dithmarschen, +13.12.1863 in Wien. Frühere Bezeichnung: 24.9.1970 Schillerstraße.

Franz-Wohlleb-Platz
Platz zwischen Kämpenstraße und Brandholzweg. Größe ca. 1200 qm. Benannt am 1.4.1985. Name nach dem Bürgermeister der Stadt Herbede von 1954-1970, Franz Wohlleb, *18.2.1902 in Mosigkau Kreis Dessau, +8.9.1979 in Bad Rothenfelde (beerdigt in Herbede). Wohlleb war von Beruf Bergmann, er zog 1937 nach Herbede. Von 1952 bis 1972 war er Ratsmitglied und gleichzeitig 15 Jahre Mitglied des Kreistages. Der Platz wurde ihm gewidmet, weil er sich für den Wohnungs- und Schulbau einsetzte, u.a. wurden auf sein Drängen die Wilhelm-, Durchholzer- und Am KämpenSchule sowie die Herbeder Friedhofskapelle gebaut.

Gerhart-Hauptmann-Straße
Seitenstraße der Heinrich-Heine-Straße. Länge 109,90 m. Benannt am 24.9.1970. Name nach dem deutschen Dichter Gerhart Hauptmann, *15.11.1862 in Obersalzbrunn, +6.6. 1946 in Agnetendorf, bestattet auf Hiddensee. Bekannt durch "Der Biberpelz" 1893, "Fuhrmann Henschel" 1898, "Rose Bernd" (1903), "Die Ratten" (1911) und andere Dramen.

Heinrich-Heine-Straße
Zwischen Rüsbergstraße und Brandholzweg. Länge 361,00 m. Benannt am 24.9.1970. Name nach dem deutschen Dichter Heinrich (urspr. Harry) Heine, *13.12.1797 in Düsseldorf, +17.2.1856 in Paris (emigriert). Frühere Bezeichnung: 10.10.1937 Rüsbergstraße.

Kämpenstraße
Zwischen Wittener Straße und Durchholzer Straße, in den Ortsteilen Westherbede, Kämpen und Durchholz gelegen. Länge ca. 3700 m. Benannt am 17.2.1961, verlängert 19.10.1972 und 28.10.1975. Name nach dem Ortsteil Kämpen, durch den diese Straße führt. (Vgl. Geschichtliches zu den Ortsteilen: Kämpen). Frühere Bezeichnung: 10.10.1937 Alter Kirchweg.

Kämperfeld
Zwischen Kämpenstraße und Rüsbergstraße. Länge 350,50 m. Benannt am 29.5.1968. Name nach dem Ortsteil Kämpen, durch dessen Felder diese Straße gezogen wurde (Vgl. Kämpenstraße). Frühere Bezeichnung: 10.10.1937 Breddestraße.

Markenstraße
Zwischen Rüsbergstraße und der Straße Rehnokken. Länge 837,30 m. Benannt am 11.11.1937. Name nach der Bezeichnung für Gemeindegebiet = Markung, Gemarkung, Markenland. Frühere Bezeichnung: Hippentempel (volksmdt.).

Rehnocken
Zwischen der Straße Im Hammertal (Buchholz) und dem Brandholzweg. Länge 1655,00 m. Benannt am 17.2.1961. Name nach einem Futterplatz für Rehwild, welcher an dieser früher bewaldeten Stelle lag.

Rüsbergstraße
Zwischen der Straße Im Hammertal (Buchholz) und der Kämpenstraße. Länge 1847,90 m. Benannt am 24.9.1970. Name nach dem früheren Hof des Bauern Rüsberg, dessen Gebäude in der Mitte des vorigen Jahrhunderts als Brauerei und Brennereibetrieb (Köllermann) dienten. Die Stadt Bochum kaufte 1914 die Besitzung und errichtete im Hof Mittelste Rüsberg ein Kinderheim. Der Name Rüsberg wird bereits 1220 in der Vogtei-Rolle der Grafen von Altena-Isenberg, dann im "Renthen und Rechenbuch der Kirche zu Herbede von 1602" und im "Herbedischen Markenbuch von 1614" genannt. In der Ausmessung der Ländereien des Gerichts Herbede von 1768 werden die Höfe Mittelste- und Vorderste Rüsperg genannt. Frühere Bezeichnung: 10.10.1937 Breddestraße.

Wagenfeldstraße
Seitenstraße der Heinrich-Heine-Straße. Länge 250,80 m. Benannt am 28.10.1975. Name nach dem westfälischen Mundartdichter Karl Wagenfeld, *5.4.1869 in Lüdinghausen, +19.12.1939 in Münster/Westfalen, bekannt durch Versdichtungen und Bauernerzählungen. U. a. stammt von K. Wagenfeld der Aufsatz "De Pest" im "Heimatbuch der Gemeinde Bommern/Ruhr" 1930. Frühere Bezeichnung: 24.9.1970 Lessingstraße.

 

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