Wie gut ist Witten für die Herausforderungen unserer Zeit aufgestellt?
Die vergangenen Jahre haben gezeigt: Bevölkerungsschutz geht uns alle an. Die Folgen des Klimawandels erleben wir auch bei uns vor Ort. Hitzewellen, Starkregen und andere Extremwetterlagen treten immer häufiger auf, werden heftiger und dauern länger an. Gleichzeitig hat sich die internationale Sicherheitslage verändert. Fragen der Krisenvorsorge und der zivilen Verteidigung rücken wieder stärker in den Fokus. Hinzu kommen die Herausforderungen des Alltags – Brände, Verkehrsunfälle, längere Stromausfälle oder andere Notlagen, auf die wir vorbereitet sein müssen.
Doch was bedeutet das für Witten? Wie gut sind wir aufgestellt? Was brauchen wir, damit unsere Stadt auch in Zukunft sicher, handlungsfähig und widerstandsfähig bleibt?
Bevölkerungsschutz ist weit mehr als Katastrophenschutz. Er ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Er lebt von starken Feuerwehren, einem leistungsfähigen Rettungsdienst, engagierten Hilfsorganisationen und einem starken Ehrenamt. Gleichzeitig beginnt er im Alltag – mit einer guten Gesundheitsversorgung, einer verlässlichen Pflege, starken Krankenhäusern, sozialen Angeboten vor Ort und einer Gesellschaft, in der Menschen füreinander da sind. Wer lange selbstbestimmt leben kann, Unterstützung erhält, wenn sie gebraucht wird, und Teil einer starken Gemeinschaft ist, lebt nicht nur besser – unsere Gesellschaft wird dadurch insgesamt widerstandsfähiger und kann Krisen besser bewältigen.
Genauso wichtig ist aber die Eigenverantwortung. Selbstvorsorge, Selbstschutz und gelebte Nachbarschaftshilfe sind unverzichtbare Bestandteile eines starken Bevölkerungsschutzes. Denn auch die besten Einsatzkräfte können nicht überall gleichzeitig sein. Wenn möglichst viele Menschen auf Notlagen vorbereitet sind, sich zunächst selbst helfen können und zugleich auf ihre Nachbarn achten, gewinnen Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen den notwendigen Freiraum, um sich um diejenigen zu kümmern, die besonders auf schnelle Hilfe angewiesen sind. Damit das gelingt, brauchen wir handlungsfähige Kommunen. Städte wie Witten dürfen mit den wachsenden Herausforderungen nicht allein gelassen werden. Land und Bund müssen die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen und unsere Kommunen so unterstützen, dass Sicherheit, Daseinsvorsorge und Ehrenamt auch in Zukunft verlässlich funktionieren.
Über diese und viele weitere Fragen möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen.
Der SPD-Ortsverein Buchholz-Kämpen lädt herzlich zu einer öffentlichen Gesprächsrunde mit der Landtagskandidatin Tanja Knopp ein. Als Schulleiterin sowie Landesrotkreuzleiterin und stellvertretende Bundesbereitschaftsleiterin des Deutschen Roten Kreuzes bringt sie langjährige Erfahrung aus Bildung, Gesundheits- und Bevölkerungsschutz sowie dem Krisenmanagement mit. Bringen Sie Ihre Fragen, Erfahrungen und Ideen mit. Denn ein starker Bevölkerungsschutz entsteht nicht erst im Einsatzfall. Er entsteht jeden Tag – durch starke Kommunen, eine verlässliche Daseinsvorsorge, ein starkes Ehrenamt und Menschen, die Verantwortung für sich selbst und füreinander übernehmen. Deshalb ist es wichtig, darüber zu sprechen und darüber ins Gespräch zu kommen.
Wir freuen uns auf einen offenen Austausch mit Ihnen!




